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Wie gebe ich mehr Arbeitsspeicher frei ?Arbeitsspeicher freigeben heißt nichts anderes als geladene Programme, Probrammbibliotheken und Treiber etwas einzuschränken. Mit Treibern geht's natürlich schwerer. Nicht benötigte Autostart-Programme und -Dienste lassen sich recht einfach ausschalten. Und die (versteckte) Option, Programmbibliotheken nach Programmende aus dem Speicher zu verbannen, erweist sich auch als hilfreich. 1. Entladen von Programmbibliotheken (DLLs) nach Programmende Standardmäßig behält Windows die von Anwendungen benötigten DLLs im Speicher, nachdem die dazugehörige Anwendung beendet wurde. Für Systeme mit weniger großzügigen RAM-Ausstattung oder in Arbeitsumgebungen wo das Betriebssystem längere Zeit ohne Neustart auskommen muss, ist es ratsam DLLs nach Beenden von Anwendungen sofort zu entladen. Dies erreicht man indem in der Systemregistrierung, im unten angegebenen Schlüssel, der Zeichenfolgenwert AlwaysUnloadDll mit dem Wert 1 erstellt wird. [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer] "AlwaysUnloadDll"="1"
2. Deaktivieren von Autostartprogrammen In letzter Zeit sind die Programmierer immer frecher geworden. Sie meinen wohl, ihr Programm wäre das beste und sind daher überzeugt, dass es unbedingt gleich nach dem Bootvorgang gestartet werden muss. Manche Kandidaten (um sie nicht beim Namen zu nennen) sind dermaßen hartnäckig, dass sogar erfahrene Benutzer es schwierig haben, das automatische Starten zu unterbinden. Inzwischen gibt es eine Menge Programme, die versteckte Windows-Einstellungen
zugänglich machen und auch das Verwalten der Autostart-Einträge ermöglichen. Wir
werden die Änderungen jedoch manuell vornehmen, somit bekommen wir einen
besseren Einblick. Windows 98: C:\Windows\Startmenü\Programme\Autostart [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] C:\Autoexec.bat ... C:\Windows\Win.ini - Einträge Load und Run Windows 2000/XP: C:\Dokumente und Einstellungen\Benutzer\Startmenü\Programme\Autostart All Users - Alle Benutzer [HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] Alle Benutzer [HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] Aktueller Benutzer [HKEY_USERS\User_ID\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run] .Default - Ale Benutzer
Zum Deaktivieren von Autostarteinträgen und anderen Startoptionen für Windows kann das Systemkonfigurationsprogramm (msconfig) verwendet werden. Das Programm steht nur in Windows 98 und XP zur Verfügung und wird mit dem Befehl msconfig gestartet. Dieses Programm sollte nur von erfahrenen Benutzern eingesetzt werden. In der Registry herumzufummeln ist nicht jedermanns Sache, deswegen empfehle ich das mit allen Windows-Versionen kompatible Mini-Programm Startup Control Panel http://www.mlin.net 3. Deaktivieren von unbenötigten Diensten (Windows 2000/XP) XP startet automatisch etwa 39 Dienste. Unter anderem DHCP - und DNS -Client,
auch wenn überhaupt keine Netzwerkkarte installiert ist.
Wie starte ich den Windows-Explorer im Verzeichnis C: , und nicht unter Eigene Dateien ?Für den Windows-Explorer gibt es Startparameter anhand deren das Verhalten und die Ausgangseinstellungen des angezeigten Fensters festgelegt werden können. Diese können in die Befehlszeile der Verknüpfung eingetragen werden. EXPLORER [/e][,/root,Ordner][[,/select],Name] Explorer /e,C:\ startet den Explorer unter C: Explorer /e,/root,C:\Programme Programme ist in der Ordneransicht das oberste Wurzelverzeichnis Explorer C:\Programme,/select,desktop.ini Im einfachen Ordnerfenster wird desktop.ini ausgewählt.
Wie optimiere ich die Auslagerungsdatei ?Die Auslagerungsdatei dient der Freigabe von Arbeitsspeicher (RAM) durch Zwischenspeichern und Auslagern von seltener benötigten oder umfangreichen Daten, die dem System jedoch in geladenem Zustand zur Verfügung stehen müssen. Dies betrifft Programme, Programmbibliotheken (DLLs), Treiber usw. Eine Leistungsverbesserung kann durch folgende Einstellungen erzielt werden: 1. Zuweisen einer angemessenen Minimalgröße Die Zuweisung eines angemessen großen Minimalwertes für den
Auslagerungsspeicher verhindert dessen Fragmentierung, die durch eine dynamische
Größenanpassung entsteht. So kommt man in die Einstellungen für den Auslagerungsspeicher: Windows 98: Startmenü - Einstellungen - Systemsteuerung - System -
Leistung - Virtueller Arbeitsspeicher Windows 2000: Startmenü - Einstellungen - Systemsteuerung - System -
Erweitert - Systemleistungsoptionen - Virtueller Arbeitsspeicher (Ändern) Windows XP: Hier haben die Entwickler wieder einmal herrliche
Versteckarbeit geleistet: 2. Anlegen auf einer weiteren Festplatte Wie unter Punkt 1. beschrieben, kann man hier die Festplatte bzw. Partition
auswählen, auf der die Auslagerungsdatei gespeichert werden soll. Legt man die
Auslagerungsdatei auf eine weitere Partition (nicht die Partition auf dem das Betriebssystem
installiert ist) ist ein Leistungsgewinn garantiert. 3. Defragmentieren Ist die Auslagerungsdatei auf der Festplatte zu stark fragmentiert, muss man mit merkbaren Leistungseinbußen rechnen. Die Fragmentierung entsteht schon bei der Installation von Windows und verschlimmert sich, wenn eine dynamische Größenanpassung gewählt bzw. ein zu kleiner Minimalwert eingestellt ist. (siehe Punkt 1) Windows 98: hier wird die Defragmentierung der Auslagerungsdatei von Defrag vollkommen übernommen. Windows 2000/XP: Defrag zeigt die Auslagerungsdatei als nicht verschiebbar
an. Mit einem Trick, schafft man es trotzdem: Die besten Ergebnisse erzielt man natürlich mit professioneller Computerwartungssoftware wie etwa den Norton Utilities von Symantec, die jedoch nicht für jeden erschwinglich ist und zudem Probleme mit NT-basierten Plattformen hat. Von SpeedDisk wird die Auslagerungsdatei zusätzlich optimiert indem sie an den Partitionsanfang verschoben wird.
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